Bretonen – die Rasse

 

 

Der Épagneul Breton oder der bretonische Vorstehhund, bei uns eigentlich nur Bretone genannt, ist der kleinste, bei der FCI anerkannte Vorstehhund.

Obwohl er in Deutschland nach wie vor eher selten ist, gilt er als der weltweit weitverbreiteste Jagdhund.

Es ist ein agiler, weitsuchender Vollblutjagdhund.  Die Kelten sollen bereits vor ca. 1000 Jahren mit der Urform des heutigen Bretonen auf der Jagd gewesen sein.  Er ist sehr geeignet als Vorsteher und Stöberhund. Er ist apportieraffin und meistens sehr wasserfreudig. Seine feine Nase eignet sich sehr gut auf der Nachsuche. Vogelwild, sowie Hase und Kaninchen mag er sehr.

Er eignet sich nicht zur Baujagd und auch auf der Drückjagd ist ein Bretone nicht wirklich gut aufgehoben.

Bretonen haben grundsätzlich keine Mannschärfe, die Raubwild- und Raubzeugschärfe hält sich stark in Grenzen. Ein Bretone soll nicht scharf sein.

Bretonen kommen in diversen Farbschlägen vor:

orange-weiß, schwarz-weiß, leberfarben-weiß, schwarz-tricolor und braun-tricolor. Man unterscheidet in den Farbschlägen noch in geplattet und/oder geschimmelt.

Vom Gebäude her ist er quadratisch angelegt, er soll so hoch wie lang sein.

In der Regel haben sie 50 cm Schulterhöhe und bringen ca. 15 kg auf die Waage.

Bretonen können alt werden, 16, 17 Jahre und älter sind durchaus möglich.

In Deutschland werden Bretonen grundsätzlich nur an Jäger und Falkner abgegeben. Diese verantwortungsvollen Züchter zielen rein auf die jagdliche Eignung ab, in Deutschland gibt es keine Show-Linien.

Trotz der vielen Generationen Jagdhund, ein Bretone ist und bleibt ein Familienhund. Er ist sehr menschenbezogen und verkümmert ohne menschliche Beziehung.  Jagdhundtypisch sind sie im Haus sehr ruhig. Man lädt gern die Batterien, vorzugweise auf der Couch oder noch besser im Bett, um, wenn es rausgeht, die gespeicherten Wattzahlen voll verballern zu können.

Bretonen sind kinderfreundlich, aber auch hier gilt, Hund und Kleinkind dürfen nicht ohne Aufsicht zusammen sein. Auch wenn er es erträgt, er mag es nicht immer bedrängt zu werden.

Bei vielen Bretonen klappt die Vergesellschaftung mit Katzen und anderen kleinen Haustieren sehr gut.

Bretonen brauchen sportliche Menschen, die auch viel mit ihnen unternehmen. Generell eigenen sich die intelligenten Hunde für jede Hundesportart bis auf den Schutzhundesport. Er braucht körperliche wie geistige Auslastung.  Beschäftigt man ihn entsprechend, kann man seinen zu 99 % vorhandenen Jagdtrieb sehr gut umlenken. Ein Bretone ist kein Solitärjäger und sucht die Zusammenarbeit mit dem Menschen, deswegen ist die Arbeit mit dem Jagdtrieb anzustreben.

Hat man sich einmal in diese Rasse verliebt, bleiben die Menschen bei ihr. Und…der Trend geht eindeutig zum Zweitbretonen!